Einsatz von Rückepferden

 

 

Die Arbeit des Holzrückens, das heißt das Schleppen gefällter Bäume aus Waldbeständen, wurde über Jahrhunderte von speziell ausgebildeten Pferden geleistet, bis diese in den 1960er Jahren durch den Einsatz von Maschinen nach und nach verdrängt wurden. Heutzutage können Erntemaschinen, sogenannte Harvester, Bäume vollautomatisch fällen, entasten und transportieren.

Welche Schäden damit auch im Königsdorfer Wald angerichtet wurden, konnten die „Waldfreunde“ sehr deutlich dokumentieren. So reduzieren breite Rückegassen in geringen Abständen die vorhandene Waldfläche um bis zu 25%. Der extrem empfindliche Waldboden wird durch das Gewicht der Maschinen dermaßen verdichtet, dass über Generationen auf diesen Flächen kein gesunder Wald mehr entstehen kann.

Rückepferde schonen den Boden, da sie nur schmale Pfade benötigen und den Boden in deutlich geringerem Maße verdichten. Sie arbeiten ohne Lärm und Abgase und hinterlassen keine Ölspuren!

Der Einsatz von Rückepferden war ein ganz entscheidender Verhandlungspunkt der „Waldfreunde“ während des Mediationsverfahrens.

Seit Abschluss des Mediationsvertrages haben Rückepferde im Königsdorfer Wald einen Teil der Aufgaben der schweren Erntemaschinen übernommen. Notwendige Fällungen erfolgen zunächst mithilfe von Motorsägen. Danach ziehen die Kaltblüter die Stämme zum nächsten befestigten Waldweg, von wo aus sie abtransportiert werden.

 

http://www.fuhrhalterei-hellenthal.de/holzruecken.html

 

Wir haben eine kleine Galerie mit Fotos von diesen starken Tieren bei der Arbeit zusammengestellt. Durch Klicken auf ein Foto wird dieses vergrößert.

Die Aufnahmen stammen von einer gemeinsamen Veranstaltung des Naturschutzbundes (NABU), des Kreisverbandes Rhein-Erft und der Stadt Erftstadt im Oktober 2013, bei der die Arbeit von und mit Rückepferden vorgeführt wurde. (Fotos: Tamar Georgi)