Updates                                                                                                                                            

                                 Update Juni 2021

 

Die Waldfreunde trafen sich am 24.6.2021 mit Dierk Timm, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, und weiteren SPD-Kreistagsabgeordneten im NSG Königsdorfer Forst. Der Kölner Stadtanzeiger und die Kölnische Rundschau berichteten am 30. Juni 2021 darüber:

 

 Mountainbiker zerstören den Wald

 

Im KönigsdorferForst verdichten illegal angelegte Pisten den Boden

                                       Wurzeln liegen frei

 

von Wolfgang Mrziglod

 

Wie stark die Pisten der Mountainbike-Fahrer den Königsdorfer Wald inzwischen zerstört haben, zeigte der Vorstand der Waldfreunde nigsdorf jetzt Vertretern der SPD im Kreistag sowie aus den lokalen Stadträten in Frechen und Pulheim bei einem Rundgang durch ein extrem betroffenes Gebiet zwischen Königsdorf und Dansweiler. SPD-Kreis-Fraktionsvorsitzender Dierk Timm, die Kreistagsabgeordneten Hans Günter Eilenberger und Daniel Dobbelstein sowie das Pulheimer Ratsmitglied Harald Thomas waren der Einladung der Waldfreunde gefolgt und zeigten sich bestürzt und schockiert über das enorme Ausmaß an wild angelegten Trails, Kurven und Sprungschanzen, die die Mountainbiker in dem hügeligen Gelände errichtet haben und nutzen.

[..........] Die Waldfreunde sind immer noch enttäuscht über die Haltung der Kreistagsmehrheit von CDU, Grünen und FDP, die trotz vorheriger Zusage bei den Haushaltsberatungen den SPD-Antrag abgelehnt hatte, Ranger zum Schutz des Waldes einzustellen. Es seien noch nicht alle Fragen beantwortet, hatte die Kreistagsmehrheit die Ablehnung begründet. So müsse geklärt werden, ob der Kreis überhaupt zuständig sei für die Einstellung und den Einsatz  von Rangern.

An vielen Stellen ist der Waldboden mittlerweile so verdichtet, dass dort weder etwas wach-sen noch Regenwasser eindringen kann. Das Wasser läuft über die verdichteten Flächen die Abhänge hinunter und legt dabei das Wurzelwerk der Bäume frei. Baumstümpfe und Äste wurden zu kurvenreichen Hindernisstrecken zusammengetragen und mit Erde zu Schanzen ausgebaut. „Inzwischen ist es so, dass diese Strecken hier im Wald sogar schon per Video in den sozialen Medien veröffentlicht worden sind und so Gleichgesinnte zum Mitmachen eingeladen werden“, berichtete der stv. Sprecher der Bürgerinitiative, Dr. Wolfgang Hilbert. Er hat sich erneut schriftlich an die zuständige Abteilung der Bezirksregie-rung gewandt, um darauf hin zu weisen, dass bereits 2017 getroffene Zusagen, den Auswüchsen im Wald zu begegnen, keine Wirkung gezeigt hätten: „Die wenigen Eingriffe und Maßnahmen vor Ort bleiben ohne erkennbare Wirkung, zumal sich während der Pandemie der Besucherzustrom noch verstärkt hat.“ Und damit sei auch die Verschmut-zung und Vermüllung im Naturschutzgebiet gestiegen.

Die Waldfreunde schlagen auch gegenüber der Bezirksregierung vor, den guten Erfah-rungen im Rhein-Sieg-Kreis zu folgen und den Einsatz von Rangern auch im Rhein-Erft-Kreis zu ermöglichen, um wieder Ruhe und Sauberkeit in den Forst zubringen. Wichtig sei auch eine rasche Entfernung der angelegten Mountainbike-Strecken, wie es anderswo auch geschehe.

Zum Abschluss des Rundgangs versprachen die Politiker, sich weiter dafür einzusetzen, dass schnell etwas geschieht. Dazu will man auch Verbände wie den Nabu und den BUND ansprechen.

 

Fotos: Mrziglod

                                   Update Mai 2021

Die Waldfreunde haben, wie im Jahresrückblick 2020 angekündigt, den Kontakt zu den Kreistagsfraktionen von CDU, FDP, Grünen und SPD gesucht, um die Einrichtung von Außendienst-Planstellen (sog. Ranger) in den Naturschutzgebieten im Rhein-Erft-Kreis anzuregen, damit entsprechende Mittel noch im Haushalt 2021/22 berücksichtigt werden können.

Über unsere Bemühungen berichtete der KStA / KR am 22.4.21 wie folgt:

 

                                 Ordnungshüter für den Wald 

     Königsdorfer Verein fordert den Einsatz von Rangern - Positives Echo

 

Frechen-Königsdorf. Die Waldfreunde nigsdorf machen sich dafür stark, in den Naturschutzgebieten des Rhein-Erft-Kreises Ranger einzusetzen. Sie sollen darauf achten, dass sich die Besucher im Wald an die Regeln halten und keine Schäden verursachen.

„Es gibt insgesamt 44 Naturschutzgebiete im Rhein-Erft-Kreis“, berichtet Werner Fink, der Sprecher und Vorsitzende der Waldfreunde. Mit rund 329 Hektar ist der nigsdorfer Forst das größte von ihnen. Er gehört auch zu den acht Gebieten, die einem besonderen Schutz gemäß der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) unterliegen.Verstöße gegen die Vorschriften stellen dieWaldfreunde trotzdem immer wieder fest. „Mountainbike-Fahrer nutzen im Wald vermehrt illegaleStrecken“, berichtet Fink.

 

Freilaufende Hunde

Zudem treffe man immer wieder auf Spaziergänger, die nicht auf denWegen bleiben und querfeldein laufen. „Im geringeren Maße gilt das auch für Reiter“,so der Vorsitzende.

Auch freilaufende Hunde sorgen im Wald für Probleme: „Sie jagen Wild oder stören Bodenbrüter wie den Zaunkönig“, berichtet Fink. Deswegen müssen die Vierbeiner in den Naturschutzgebieten an der Leine gehalten werden.

Regelmäßige Kontrollen gebe es indes nicht. Das soll sich mit dem Einsatz der Ranger ändern. Ihre erste Aufgabe ist es, die Waldbesucher, deren Zahl in Zeiten der Pandemie stark zugenommen hat, zunächst freundlich auf die Vorschriften hinzuweisen und zu erläutern, warum es wichtig ist, sich zum Schutz von Flora und Fauna an die Regeln zu halten. „Wenn es wiederholte Verstöße gibt oder jemand sich renitent zeigt, können sie aber auch Bußgelder verhängen“,erläutert Fink: „Die Ranger sind nichts anderes als das Ordnungsamt im Wald.“

Wie Fink weiter berichtet, haben sich die Waldfreunde mit ihrer Idee auch an die Politik gewandt und viel positive Resonanz bekommen. Der Vorsitzende verweist insbesondere auf einen Antrag der SPD-Kreistagsfraktion, der die Initiative der Waldfreunde ausdrücklich erwähnt. Die Sozialdemokraten beantragen, im Haushalt 150 000 Euro für zwei Ranger-Stellen freizugeben, die in den Naturschutzarealen eingesetzt werden sollen. Nach zwei Jahren solle dann geprüft werden, ob das Projekt erfolgreich war und fortgesetzt werden soll.

 

Einer Pressemitteilung (KStA / KR vom 15.3.2021) konnte entnommen werden , dass  zwischenzeitlich auch die Mehrheitskoalition aus CDU/FDP/Grünen unseren Vorschlag aufgenommen hatte:

Die Koalition aus CDU, Grünen und FDP im Kreistag möchte Ranger einsetzen, die in den Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten des Kreises nach dem Rechten sehen. Hintergrund seien zunehmende Beschwerden über „rücksichtslose und ignorante Freizeitsuchende, die ihren Mitmenschen oder der Natur das Leben schwer machen“, so die  Pressemitteilung des Bündnisses.

 

 

Während der Haushaltsberatungen im April und Mai stellte aber lediglich die SPD einen Antrag zum Waldschutz und zur Schaffung von Rangerstellen, der von dem Koalitionsbündnis ohne Gegenantrag abgelehnt wurde. Diese nicht nachvollziehbare Entwicklung veranlasste die Waldfreunde, ihren Protest in Form eines offenen Briefes zu äußern:

 

 

Offener Brief an die Mitglieder der Kreistagsfraktionen von CDU, Grünen und FDP

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn wir, die Bürgerinitiative Waldfreunde Königsdorf e. V., uns heute in dieser Form öffentlich äußern, gehen wir zunächst davon aus, dass in Ihren Fraktionen nach wie vor Einigkeit besteht über die Bedeutung des Königsdorfer Waldes als eines von acht FFH-Gebieten mit allen damit verbundenen Aufgaben und gesetzlichen Auflagen.

Nach einem ausführlichen Austausch per Mail, in Telefonaten und Ortsterminen mit Frau Prof. Dr. Knecht und Herrn Okos (CDU), Frau Kolster (die Grünen) sowie Herrn von Rothkirch (FDP) bestand Konsens darüber, dass sich aufgrund der zunehmenden Regelverstöße zahlreicher Waldbesucher (Mountainbiker, Reiter, Hundehalter, Spaziergänger) die Qualität des Schutzgebietes drastisch verschlechtert hat und die daraus entstehenden Konflikte mithilfe eines Rangerkonzeptes angegangen werden sollen.

In einer Pressemitteilung vom 15.03.2021 (KStA, KR) wurde bestätigt, dass im Rahmen des zu verabschiedenden Haushalts 2021/22 die Einrichtung von zwei Rangerstellen berücksichtigt werden soll.

De facto wurde in der Kreisausschusssitzung am 22.04.2021 ein entsprechender Antrag lediglich von der SPD-Fraktion eingebracht und von der Mehrheitsfraktion ohne Gegenantrag abgelehnt. Begründung: Bevor Gelder bewilligt werden, ist es üblich, ein Aufgabenprofil zu erstellen.

Tatsächlich existieren bereits entsprechende Stellenbeschreibungen, da in Nachbarkreisen sich der Einsatz von Rangern inzwischen bewährt hat und auf der Website des Bundesverbandes Naturwacht die Aufgaben und Einsatzfelder ausreichend beschrieben sind.

Angesichts der massiven Schäden, die nicht nur, aber auch wegen der Corona-Pandemie, in den Natur- und FFH-Schutzgebieten entstanden sind, fordern wir die Bereitstellung der notwendigen Mittel in der Sondersitzung zur Verabschiedung des Doppelhaushaltes am 06. Mai 2021.

 

 

Am 8.5.2021 berichteten  KStA / KR erneut über unsere Bemühungen um Ranger-Stellen und die ablehnende Haltung der Mehrheitsfraktionen, die von Prof. Dr. Silvia Knecht, Sprecherin der Kreis-CDU im Umweltausschuss, wie folgt begründet wurde:

 Es habe sich (...) herausgestellt, dass es weiteren Prüfbedarf gebe. ..... Wegen der vielen offenen Fragen habe man die Ranger zunächst aus dem Haushalt herausgenommen. „Wir kümmern uns seitens der Koalition aber weiterhin um das Thema“, betont Knecht. Es stehe auf der Tagesordnung des nächsten Umweltausschusses am 20. Mai.

 

Aktuell warten wir noch auf eine von der CDU zugesagte Information über das Ergebnis eines interfraktionellen Gespräches, das am 20.05.21 anstelle einer Sitzung des Umweltausschusses stattgefunden hat.

 

Ein Artikel von Susanne Neumann im Online-Magazin „Frechenschau“ beschreibt sachlich und sehr informativ die Situation im Königsdorfer Wald:

 

https://www.frechenschau.de/sechs-verbote-im-koenigsdorfer-wald-die-haeufig-missachtet-werden/

 

                         Update Januar 2021

Den Waldfreunden Königsdorf  ist mit Datum vom 20.1.2021 vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW die Anerkennung zur Beteiligung an behördlichen Entscheidungsverfahren und zur Einlegung von Rechtsbehelfen nach dem Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz erteilt worden.

 

Nähere Informationen zum Umwelt-Rechtsmittelgesetz unter folgendem Link:

 

https://www.gesetze-im-internet.de/umwrg/UmwRG.pdf

 

Wir sind die Nr. 32 in der aktuellen Liste der in NRW anerkannten Umweltvereinigungen:

 

 

                      Update Dezember 2020

Liebe Freunde und Unterstützer der Waldfreunde Königsdorf, 

 

unser diesjähriger Jahresrückblick fällt Corona-bedingt recht knapp aus. Weder konnten wir Fachleute der Naturschutzverbände zu Vorträgen einladen, noch war es möglich, Kräuterspaziergänge und eine geplante "sinnenvolle Bewegung" im Wald durchzuführen.

Die Pandemie hat im Königsdorfer Altwald, vor allem im Frühjahr und Sommer, einen bisher nie erlebten Besucherzustrom verursacht, der sich auf den Zustand unseres Waldes sehr negativ auswirkt. Scharen von Besuchern verlassen die festen Wege und bewegen sich auf Reitwegen, von Mountainbikern angelegten illegalen Trails oder gar abseits aller Wege. Einige Reiter wiederum benutzen immer häufiger die Hauptwege, die Wanderern und Radfahrern vorbehalten sind. Mountainbiker, die seit Jahren in der sogenannten Mountainbike-Arena in der Nähe des  Dansweiler Wanderparkplatzes aktiv sind, legen immer mehr Trails im Naturschutzgebiet an und präsentieren ihre Aktivitäten selbstbewusst auf YouTube und ihren Internetforen.  

Die Waldfreunde haben das Regionalforstamt, die Untere Naturschutzbehörde sowie die zuständige Stelle bei der Bezirksregierung Köln auf die Missstände aufmerksam gemacht und ein Besucherlenkungskonzept eingefordert, das im aktuellen Waldpflegeplan als notwendig bezeichnet wird, von einer Realisierung aber noch meilenweit entfernt ist. Der Leiter des Regionalforstamtes, Uwe Schölmerich, hat die von uns dargelegten Missstände im NSG Königsdorfer Forst bestätigt, jedoch nicht dargelegt, was man seitens der Forstbehörde konkret tun werde. 

Die Waldfreunde Königsdorf werden sich deshalb an den neuen Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Frank Rock, sowie die Kreistagsfraktionen wenden und auf die Notwendigkeit der Schaffung von Ranger-Planstellen für die 44 (!!!) Naturschutzgebiete des Landkreises hinweisen. Im Rhein-Sieg-Kreis und auf dem Gebiet der Stadt Bonn sind bereits derartige Stellen für die Kontrolle der NSG geschaffen worden. 

Erfreulich aus Sicht der Waldfreunde ist, dass die im Waldpflegeplan vorgesehene Fällung von zahlreichen über hundertjährigen sogenannten Bedrängerbuchen bisher unterblieben ist und offenbar zurzeit nicht umgesetzt werden soll. Unsere diesbezüglichen massiven Proteste, die wir in persönlichen Gesprächen mit der Ministerin Heinen-Esser, den CDU-Landtagsabgeordneten Plonsker und Rock sowie im Oktober 2019 bei einer Besprechung im Ministerium darlegten, haben hoffentlich ein Überdenken der geplanten Maßnahmen bewirkt. Die forstwirtschaftlichen Aktivitäten im Königsdorfer Altwald im abgelaufenen Jahr haben sich jedenfalls auf die Entnahme von abgestorbenen Fichten und Lärchen beschränkt.  

Liebe Freunde und Unterstützer, wir wünschen Euch / Ihnen alles Gute im neuen Jahr,  bleibt / bleiben Sie gesund und unterstützt / unterstützen Sie uns bitte, falls die seit fast 11 Jahren dauernde Auseinandersetzung mit Wald & Holz es notwendig machen sollte. 

Mit herzlichen Grüßen

Werner Fink, Sprecher und 1. Vorsitzender der Waldfreunde Königsdorf e.V.

 

                            Update März 2019

Treffen mit NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser am 22.03.2019

 

Die Waldfreunde möchten sich zunächst bei den CDU-Landtagsabgeordneten Frank Rock und Romina Plonsker herzlich bedanken, ohne deren Vermittlung dieses Treffen nicht zustande gekommen wäre.

Daran teilgenommen haben:

Ministerin U. Heinen-Esser mit Pressesprecher Christian Fronczak sowie Oberforstrat Hueck (Umweltministerium)

Uwe Schölmerich, Theo Peters (Wald & Holz)

Frank Rock, Romina Plonsker (MdL, CDU)

Bürgermeisterin Susanne Stupp

Werner Fink, Dr. Wolfgang Hilbert, Karin Hilbert für die Waldfreunde

Eine kurze Fahrt mit mehreren PKW durch den Altwald nutzte Herr Schölmerich, um der Ministerin Fällungen als notwendige Pflegemaßnahmen, den Ausbau von Feuchtbiotopen und Eingriffe zur Verkehrssicherung exemplarisch zu erläutern.

Ein anschließendes Gespräch sollte zur Klärung der bekannten Differenzen (geplante Fällungen alter Laubbäume, Einsatz von Schwermaschinen) zwischen der Bürgerinitiative und der Forstbehörde beitragen. Schnell stellte sich heraus, dass dies in dem vorgegebenen Zeitrahmen nicht zu realisieren war.

Das Angebot von Frau Heinen-Esser zu einem weiteren Gespräch im Ministerium in Düsseldorf haben die Waldfreunde deshalb dankend angenommen. Oberforstrat Hueck wird dazu den mit dem Konflikt vertrauten Ministerialdirigenten Kaiser, Vertreter der Clearingstelle von Wald&Holz (Beschwerdeinstanz), des LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW), der Biostation Bonn-Rheinerft, der Waldfreunde sowie die anwesenden Landtagsabgeordneten einladen.

 

 

                            Update August 2018

Kräuterwanderung mit Alexandra Grosch am 10.08.2018

 

Zwei spannende Wald-Entdeckertouren für Kinder im Vorschulalter hat die Wildnispädagogin und Heilpraktikerin Alexandra Grosch im Auftrag der „Waldfreunde“ bereits unternommen.

Heute steht  eine Kräuterwanderung für Erwachsene auf dem Programm. Eine sehr interessierte und zum Teil fachkundige Gruppe von 11 Teilnehmern trifft sich am Parkplatz des Waldkindergartens. Lassen sich überhaupt nach der anhaltenden Hitze und Trockenheit grüne Pflanzen finden? Aber schon nach wenigen Schritten zieht Alexandra eine Nelkenwurz aus dem staubigen Boden. Sie erklärt die möglichen Anwendungen der einzelnen Pflanzenteile, ob Wurzeln, Samen, Blüten oder Blätter, als Heilkraut oder in der Küche.

Schnell finden sich andere Kräuter wie Knoblauchsrauke, Stinkender Storchschnabel, Wasserpfeffer, Brennnessel und Taubnessel, Hexenkraut, Wiesen-Bärenklau (nicht zu verwechseln mit dem giftigen Riesen-Bärenklau!), Engelswurz.

Um sich vorstellen zu können, wie die Kräuter z. B. in der Blütezeit aussehen, wandert ein Bestimmungsbuch von Hand zu Hand. Wie riechen die Wurzeln und Blätter? Samen werden gekostet!

Erstaunlich, was sich alles aus diesen wilden Kräutern zubereiten lässt: Öle, Tinkturen, Salben, Tees, Pestos, Kräutersalze, Smoothies, Salate, alkoholische und alkoholfreie Getränke, Kosmetika….!

Um das Thema abzurunden, gibt es einen Kräuterbitter von den Waldfreunden mit auf den Nachhauseweg.

Alle Teilnehmer erhalten auf Wunsch über die Kontaktfunktion auf der Website der „Waldfreunde Königsdorf“ Infomaterial, das Alexandra zur Verfügung stellt.

Herzlichen Dank an Alexandra für die kompetente und anschauliche Führung!

                             Update Juni 2018

BILD-Sonderausgabe vom 7.6.2018 zum Thema 'Heimat'

                             Update März 2018

MEDIENINFO ZUM INTERNATIONALEN TAG DES WALDES AM 21. MÄRZ

Nicht nur der Klimawandel macht unseren Wäldern deutschlandweit zu schaffen, es sind immer stärker zunehmend harte Formen einer immer intensiveren Forstwirtschaft mit den bekannten Schäden am Wald, den Waldböden und der Erholungsinfrastruktur. Zu oft verdient die Art der neuen Form der Ausbeutung der Wälder mit überschwerer High-Tech eher die Bezeichnung  „Brutalisierung der Forstwirtschaft“ als „nachhaltige Waldbewirtschaftung“. Dass hier Natur und der Mensch (Waldarbeiter, Erholungssuchende) und die belebte Umwelt mit ihrer Artenvielfalt auf der Strecke bleiben, ist das Ergebnis einer auf wirtschaftlichen Gewinn orientierten Bewirtschaftung der Wälder.

Die unbestimmten Rechtsbegriffe "ordnungsgemäße Forstwirtschaft" oder die sogenannte „gute fachliche Praxis“ erlaubt alles, wenn es nur im Wald geschieht. Durch die Privilegierung der fostwirtschaftlichen Nutzung unterliegen diese oft stattfindenden dramatischen Eingriffe in die Waldökosysteme nicht der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung, sie bleiben daher ungesühnt.

Und auch die Wald-Zertifizierungssysteme haben leider ihre Steuerungsfunktion verloren und sind oft zu Erfüllungsgehilfen der Holzlobby geworden.

Die im Juli 2017 gegründete Bundesbürgerinitiative Waldschutz (BBIWS) nimmt deshalb den Tag des Waldes 2018 zum Anlass, nicht nur auf die hohe Bedeutung der Wälder für unser aller Zukunft hinzuweisen, sondern sich auch im Manifest zum Wald in Deutschland mit dezidierte Forderungen an die Politik zu wenden. Die BBIWS ist bundesweit aktiv und hat zwischenzeitlich viele Unterstützer aus der Bürgerschaft und Wald-Bürgerinitiativen aus fast allen Bundesländern.

Im Anhang unsere Pressemitteilung und das Manifest zum Wald in Deutschland.

Über eine Veröffentlichung würden wir uns sehr freuen.

Für Rückfragen etc. stehen wir gerne zur Verfügung

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Silvia Roelcke

Mitglied der Kerngruppe der BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS)

 

 

                  Tag des Waldes 2018

 

Gemeinsame Erklärung aller angeschlossenen Bürgerinitiativen  aus den Bundesländern

 

Zum Tag des Waldes 2018 fordern wir den Gesetzgeber und alle ausführenden Organe der Waldbewirtschaftung auf, endlich dafür zu sorgen, dass der öffentliche Wald in Deutschland seiner Vorbildfunktion gerecht werden kann.

 

Naturwälder und naturnah bewirtschaftete Wälder mit intakten humusreichen Waldböden sind nicht nur für unser Klima von außerordentlicher Bedeutung, sie sind auch Archen der Artenvielfalt und Erholungsraum.  

 

Nach wie vor sind die Wälder in Deutschland aber auch krank, was die jährlichen Waldzustandserhebungen belegen. Dennoch wird unser Patient Wald mit harten Bewirtschaftungsmethoden zusätzlich belastet und dringend notwendige, konsequente Korrekturen in der Jagdpolitik, die eine artenreiche Regeneration der Wälder ermöglichen (Naturverjüngung), fehlen.

 

„Nach wie vor „versteckt“ sich der harte Einsatz überschwerer Forsttechnik hinter den unbestimmten Begriffen der sogenannten „guten fachlichen Praxis“ oder der „ordnungsgemäßen Forstwirtschaft“, die diese Form der Waldnutzung nicht als Eingriffe im Sinne der Naturschutzgesetzgebung betrachten und damit rechtfertigen.

 

 

Viele „Treuhänder des Waldes“ behandeln den Wald weiter als gäbe es keine Klimaveränderung, kein Artensterben, keine Erholungsnutzung und kein Morgen. Es gilt heute mehr denn je, Wälder sehr schonend zu bewirtschaften, d.h. vor allem die überschweren Maschinen durch leichte wald- und waldbodenschonende Arbeitsverfahren wie Rückegassenabstände bis zu 60 Meter in Kombination mit mehr Pferdeeinsatz zu ersetzen.

 

„Gerade der öffentliche Wald ist gefordert, endlich seiner Vorbildfunktion gerecht zu werden, was er landesweit oft nicht tut. Und die Wald-Zertifikate haben leider ihre Steuerungsfunktion in der Fläche verfehlt. Gerade die Kommunen sollten den Wald der Bürgerinnen und Bürger nicht vorrangig als Einnahmequelle betrachten. Es gibt durchaus Möglichkeiten, Wälder naturnah zu bewirtschaften, z.B. das „Lübecker Modell“ der Stadt Lübeck oder die „Schöpfungsorientierte Waldnutzung“ des Bistums Passau. Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe“, so Silvia Roelcke, Sprecherin der BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS). 

 

Die Mitglieder der BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS) beobachten die Entwicklung in den deutschen Wäldern mit größter Besorgnis. Diese Entwicklung wird derzeit geprägt von einer unter dem allseits progagierten Deckmantel der „Nachhaltigkeit massiv zunehm-enden Industrialisierung unserer öffentlichen Wälder.

Deren gesellschaftliche Bedeutung als Erholungsort für Körper, Geist und Seele, als Lern- und Erfahrungsort wird in diesem fatalen Entwicklungsprozess vollkommen ausgeblendet.

 

Es werden in den Wäldern viel zu viele Altbäume und Biotopbäume gefällt, was keineswegs nur ein ästhetisches Problem für uns Menschen ist. Für die waldtypischen Arten wie beispielsweise Totholzkäfer, Fledermäuse und seltene Spechtarten wie den Mittelspecht ist es eine Katastrophe! Ihr Lebensraum wird allzu oft zerstört.

 

Die aufgelichteten Wälder verlieren überdies ihre Fähigkeit, viel Wasser zu speichern und verlieren ihr feucht-kühles Waldklima und ihre Funktion als Kohlenstoffsenke.

 

Forst- und Holzkonzerne geben stattdessen die Marschrichtung vor. Die Treuhänder der öffentlichen Wälder sind zu oft zu Erfüllungsgehilfen kurzfristiger wirtschaftlicher Interessen geworden.

 

Jüngste Beispiele sind z.B. der Ettersberg bei Weimar und das Naturschutzgebiet Rot- und Schwarzwildpark am Stadtrand von Stuttgart.

 

Dabei hat die höchste Rechtsprechung die Bedeutung des öffentlichen Waldes klar definiert:

 

„Die Bewirtschaftung des Körperschafts- und Staatswaldes dient der Umwelt- und Erholungsfunktion des Waldes, nicht der Sicherung von Absatz und Verwertung forstwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die staatliche Forstpolitik fördert im Gegensatz zur Landwirtschaftspolitik weniger die Betriebe und die Absetzbarkeit ihrer Produkte als vielmehr die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts“ (BVerfG, Urt. v. 31.05.1990, NVwZ 1991, 53).

 

„Genau das ist unser Ziel, dafür setzen wir uns ein und dafür erheben wir unsere Stimme“, so Silvia Roelcke.

 

Hintergrund:

 

Wald- und Jagdgesetze priorisieren nach wie vor nutzerorientierte Zielsetzungen. Die Naturschutzgesetzgebung, die eigentlich übergeordnete Regelungsinhalte verfolgen sollte, ist nicht mehr als ein „Ritter ohne Schwert“, da dieses sowohl die Wald- als auch die Jagdgesetzgebung gegenüber Zielen des Natur- und Artenschutzes privilegiert.

 

Die BundesBürgerInitiativeWaldSchutz (BBIWS) wurde am 01.07.2017 gegründet und  ist ein überparteilicher Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern, Organisationen etc. Sie verfolgt das ausschließliche Ziel, die praktizierte Bewirtschaftung der Wälder in Deutschland konstruktiv kritisch zu begleiten, Missstände aufzuzeigen, Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten und auf eine Gesetzgebung hinzuwirken, die der besonderen Bedeutung unser Wälder gerecht wird.

 

Im Gegensatz zu manchen Initiativen verfolgt die  BundesBürger InitiativeWaldSchutz (BBIWS)  nicht das Ziel gegen etwas zu sein, vielmehr verfolgt sie das Ziel für etwas zu sein und zwar für die Verbesserung des Zustandes der heimischen Wälder durch schonende Bewirtschaftungsformen.

 

Die BundesBürgerInitiativeWaldSchutz (BBIWS) unterstützt dabei, insbesondere soweit es Fragen der Wald- und Wildbewirtschaftung betrifft, die ihr angeschlossenen im Schutz der Wälder aktiven Bürgerinitiativen und Einzelpersonen.

Die Mitgliedschaft in der BundesbürgerInitiativeWaldSchutz (BBIWS) kann aktiv oder passiv erfolgen und ist kostenfrei.

 

 

                             Update Januar 2017

Gegen den ausdrücklichen Protest der Waldfreunde wurde der Waldpflegeplan            (s. Update August 2016) Anfang Dezember in Kraft gesetzt, ohne die Einwände der Bürgerinitiative auch nur ansatzweise zu berücksichtigen.

Wie befürchtet, werden zukünftig wieder sog. Forwarder (Forstschlepper) statt Rückepferde auf Rückegassen und Reitwegen zum Einsatz kommen. Außerdem sollen die Waldfreunde lediglich bei geplanten Fällungen von Laubbäumen, die älter als 120 Jahre sind, „beteiligt“ werden.

Ein Pressetermin des Forstamtes am 13.12.16 wurde zum Anlass genommen, u. a. die vorbildliche und bodenschonende Arbeitsweise von Rückepferden im Königsdorfer Wald zu demonstrieren. Das war in den Augen der Bürgerinitiative eine Täuschung der anwesenden Pressevertreter: wenige Tage später wurden an anderer Stelle gefällte Stämme mithilfe eines schweren Schleppers über den empfindlichen Waldboden gezogen!

Die Waldfreunde werden handeln und auf verschiedenen Ebenen um Unterstützung bitten!

                             Update August 2016

Wer in den vergangenen Tagen im Königsdorfer Wald unterwegs war, hat vielleicht bemerkt, dass die ersten Fällarbeiten begonnen haben. Es werden in dieser Saison überwiegend Nadelbäume und nur einzelne jüngere Laubbäume entnommen.

 

Die Verhandlungen mit dem Regionalforstamt über den Waldpflegeplan, der den Mediationsvertrag ablösen und  für die kommenden 10 Jahre gültig sein soll, sind immer noch nicht abgeschlossen.

 

Es konnte bisher kein Konsens über zwei für die Waldfreunde ganz entscheidende Punkte erzielt werden:

  • Das Fällen mit Motorsägen und Rücken mit Pferden soll den Einsatz von schweren Maschinen auf dem empfindlichen Waldboden auch zukünftig verhindern. Bisher gibt es jedoch keine Einigung über das Ausmaß des Pferdeeinsatzes bzw. die Maschinen, die in Kombination mit den Pferden zum Einsatz kommen sollen.
  •  In Zukunft sollen alte Laubbäume bis zu 120 Jahren ohne Mitspracherecht der Waldfreunde gefällt werden können. Durch den Mediationsvertrag waren bisher alle Laubbäume über 60 Jahre geschützt. Das würde einen gravierenden Rückschritt bedeuten!

 

Darüber hinaus stehen die Waldfreunde inzwischen wegen der katastrophalen Schäden, die Mountainbiker durch den Bau von Sprungschanzen verursacht haben, in Kontakt mit der Unteren Landschaftsbehörde.

 

Weiterhin gab es ein erstes Informationsgespräch mit der Frechener Bürgermeisterin Susanne Stupp, die uns bei weiteren politischen Kontakten behilflich sein will. Ebenso ist ein Hintergrundgespräch mit der lokalen Presse verabredet. Nach den Sommerferien werden die Waldfreunde Gelegenheit haben, Mitglieder des Pulheimer Rates über die Probleme im Königsdorfer Wald und die Aktivitäten der BI zu informieren.