Naturschutzgebiet

Feuersalamander im Königsdorfer Wald

Zahlreiche internationale und nationale rechtliche Verpflichtungen sollen den Schutz der Natur und die biologische Vielfalt sichern. Auf europäischer Ebene regelt dies u. a. die Richtlinie zum Schutz von Fauna, Flora und Habitaten (FFH- Richtlinie). Dem Schutz und Erhalt unserer Waldflächen kommt in einer Zeit des massiven Verbrauchs der Biomasse Holz eine besondere Bedeutung zu. Das Naturschutzgebiet Königsdorfer Wald wurde am 7.12.2004 in das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 aufgenommen und damit rechtskräftig als FFH-Gebiet ausgewiesen. Dies geschah u.a. aufgrund besonders schützenswerter Buchen- und Eichenwaldbestände, Feuchtbiotope und verschiedener dort lebender Vogelarten.[1]

 

 

Im Königsdorfer Wald, dem ein solch hoher Schutzstatus zuerkannt wurde, sollte der Naturschutz mit weitem Abstand Vorrang vor der Bewirtschaftung haben.

 

Naturschutz bedeutet für den Königsdorfer Wald, dass er als vielfältiger Lebensraum erhalten bleiben muss und sich ungestört entwickeln kann. Bäume sollten ihr natürliches Lebensalter erreichen dürfen. Das erhält und fördert den Altwaldcharakter des Königsdorfer Waldes. Als Altbaum und in der Sterbe- und Zerfallsphase bieten diese Bäume gerade geschützten Arten Wohnraum und Nahrung. Lässt man die Bäume alt werden, erhöht sich auch der Anteil der geschützten Arten.

 

Die Wiederherstellung der natürlichen Verhältnisse im Königsdorfer Wald sollte die zentrale Aufgabe der Forstverwaltung sein.

 

Quelle

 

[1] Landrat, Amt für Kreisplanung und Naturschutz